David Jablonowski

Ernte, Harvest, 2015

LED Panel, Spiegel, bedruckte Folie, Kornähre, Aluminium
30 x 30 x 20 cm
4 + 2 AP – Multiple mit Unikatcharakter
Zertifikat

€ 600,-

 

Ausstellungen (Auswahl)

2015 Hype Cycles, Kunsthalle Lingen (E)

2014 To Satisfy Algorithms / Still Life with Asparagus, Lüttgenmeijer, Berlin (E)
Living in the Material World: Materiality in Contemporary Art, Museen Haus Lange Haus Esters, Krefeld (G)

2013 Prosumer, Gemeentemuseum, Den Haag (E)
Tools and Orientations, BALTIC Centre for Contemporary Art, Gateshead (E)
Unstable Media, Martin van Zomeren, Amsterdam (G)

2012 Blue Greens, Westfälischer Kunstverein, Münster (E)
Design Column #3 Likes, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam (G)

2011 Many to Many (Stone Carving High Performance, Dallas Contemporary, Dallas (E)
The Global Contemporary: Art Worlds After 1989, ZKM Museum für Neue Kunst, Karlsruhe (G)

2010 Material Kontingenz, Stedelijk Museum Bureau Amsterdam, Amsterdam (E)
After Architects, Kunsthalle Basel, Basel (G)

 

Mit seinen skulpturalen Arrangements und filmischen Arbeiten untersucht David Jablonowski die Mechanismen von Kommunikation in der zeitgenössischen visuellen Kultur. Mithilfe von Skulpturen, Videos und Installationen legt er das Augenmerk auf die Entwicklung von Sprache als technisch reproduzierbarer Code und ästhetische Produktion bei der Vermittlung von Wissen und Informationen. Scheinbar konträr zu dieser Thematik steht dabei seine künstlerische Formensprache der Bildhauerei. In seinen skulpturalen Installationen setzt er auf überraschende Weise Volumina und Formen in Beziehung zueinander und konfrontiert die Flüchtigkeit smarter technologischer Oberflächen mit Materialität und sensuellen Erfahrungen wie Haptik, Geruch, Temperatur und Licht.
Seine Jahresgabe mit dem Titel „Ernte, Harvest“ besteht aus dem Symbol für die Ernte, der Kornähre in Korrespondenz mit Texten und Bildern auf Folie aus dem Internet. Teilweise zeigt sie das Bild von Pieter Brueghel mit dem Titel „Die Kornernte“ von 1565 oder enthält eine Karte, in der jede Farbe für die in jedem Land meistbesuchte Webseite symbolisiert. Dominant sind die beiden Konzerne Google und Facebook in den Farben Rot und Blau, die den Großteil der Karte bedecken, die wie eine alte Landkarte aus der Kolonialzeit gestaltet ist. Ein LED Panel und ein Spiegel verweisen auf die Diskrepanz zwischen High Tech und der Kornähre als taktil erfahrbarem Element.

 

 

Parastou Forouhar

Ausmustern, 2013, Inkjet Print auf Hahnemühle Papier

20 × 30 cm, Auflage 10 + 2 AP

Signiert, datiert, nummeriert,

exklusiv für den Kunstverein

€ 900,–

 

Ausstellungen (Auswahl)

2013

Das Muster, das verbindet, Kunsthalle Lingen (G)

He Kills Me, He Kills Me Not, Städtische Galerie Neunkirchen (E)

Thessaloniki Biennial of Contemporary Art (G)

Moscow Biennial of Contemporary Art (G)

2012

Kein Heimspiel, Kunst-Raum-Akademie, Weingarten (E)

Iranian Perspectives, Richard Young Gallery, London (G)

2011

Political Patters – Ornament im Wandel, ifa-Galerie, Berlin (G)

Töten, Kunstpalais Erlangen (G)

Written Room, Fondazione Merz, Turin (E)

2010

Leighton House Museum, London (E)

Nagsh and Raghsh, Museum of Islamic Art, Sharja (G)

 

Die in Teheran geborene Künstlerin Parastou Forouhar setzt sich in ihren künstlerischen Arbeit auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema der Gewalt in muslimischen Gesellschaften auseinander. Großformatig auf Wänden präsentierte Arbeiten zeigen nur auf den ersten Blick harmlos wirkende musterartige Strukturen, entpuppen sich aber bei genauerem Blick als strukturelle Illustrationen von Szenen der Gewalt und Folter, oft bilden verschleierte Frauen die Opfer.

Auch ihre Jahresgabe wirkt zunächst wie ein dichtes Ornament aus geschwungenen schwarzen Linien und Flächen in Korrespondenz mit einer rosa Farbigkeit. Ihre Details zeigen hingegen eine Menge von eng aneinander gedrängten Menschen, die die Arme und Hände ausstrecken, so dass andere geschoben und ihre Oberkörper gewaltsam unterdrückt werden.

Judith Hopf

Schafgaben, Frottage auf Papier, 2013

21 × 29,7 cm (Bildmaß),

4 Unikate, jeweils 2-teilig,

Signiert, datiert, exklusiv für den Kunstverein

€ 2.400,–

 

Ausstellungen (Auswahl)

 

2013 A Line May Lie, Kunsthalle Lingen (E)

Galerie Deborah Schamoni, München (E)

 

2012 Malmö Konsthall, Malmö (E)

dOCUMENTA (13), Kassel (G)

 

2011 Spoken from a Balcony, Alex Zachary, New York (E)

How to work (more for) less, Kunsthalle Basel (G)

 

2010

contract entre les hommes et l’ordinateur, after the butcher, Berlin (E)

I must say that at first it was difficult work, Kunsthalle Oslo (G)

 

2009 Collaborations, Autocenter, Berlin (G)

Slow Movement, Kunsthalle Bern (G)

 

2008

Nose up!, Badischer Kunstverein, Karlsruhe (E)

Draw a straight line and follow it, Tate Modern, London (G)

 

2007
Türen (mit Henrik Olesen), Portikus, Frankfurt am Main (E)

Interaktion I, Kunstverein Braunschweig (G)

 

 

Judith Hopf beschäftigt sich in ihrer Kunst mit Geschichten und Ästhetiken, die der alltagskulturellen Sphäre zugewandt sind. Sie verwendet dabei Ausdrucksformen wie Performance, Video, Skulptur und Grafik. Ihr Blick auf gesellschaftliche Prozesse ist dabei ein entschieden schräger: Es geht ihr ausdrücklich nicht um die unmittelbare Abbildung sozialer oder politischer Tatsachen im Medium der Kunst. Vielmehr bedient sie sich der Kunst als autonomem Raum, innerhalb dessen die Verhältnisse zum Tanzen gebracht werden können. Das Slapstickhafte, das Komödiantische und das Karikatureske dienen ihr als Mittel, Brüche und Öffnungen in der Ordnung der Dinge zu provozieren.

Ihre Jahresgabe „Schafgabe“ entstand in Anlehnung an ihre Einzelausstellung in der Kunsthalle Lingen mit dem Titel „A Line May Lie“. Schon hier zeigte Judith Hopf in Beton gegossene Schafe, deren Gestalt sehr von derer natürlicher Tiere abstrahiert war und die über ihre einfache Darstellung faszinierten. Übersetzt in die Technik der Frottage sind sie nun zweidimensional und blicken dennoch ebenso neugierig wie manchmal trotzig in die Welt.

Kalin Lindena

aus der Serie Names Bridged, 2009

Teller, Aquarell, Edding, Grafitstaub

Epoxidharz, Maße und Farbe variabel

10 Unikate, signiert, datiert

€ 350,–

 

Verschiedene Materialien wie Papier, Stoff oder Wände werden von Kalin Lindena mit einem feinen Gespinst aus Linien, Flächen und Worten überzogen, manchmal werden persönliche Verweise und kulturelle Zitate miteinander vermischt. Ihr poetisch wirkendes installatives und skulpturales Werk ist durch integrierte Fundstücke wie Fenster, Spiegel oder untfarbige Glasscheiben belebt. Stimmungen, Gefühle oder auch Erinnerungen inspirieren Kalin Lindena ebenso wie auch Songtexte. Als Jahresgaben hat Kalin Lindena eine ein wenig erschwundene Tradition wiederbelebt, indem sie Teller bemalte. Wandteller waren bis in die 1970er Jahre beliebtes Dekorationselement in deutschen Wohnzimmern. Jeden unterschiedlich bemalten Teller ziert jeweils ein zwischen abstrakter Traumwelt und figurativen Zeichen ange-legtes Bild.

Andreas Bunte

Handlungsgeographien (24), 2014

Inkjet Druck, Fotokopie, Filterfolie auf

Magazinseite, 28 × 20 cm (Bildmaß)

4 Unikate, signiert, datiert,

exklusiv für den Kunstverein

€ 1.200,– (gerahmt)

 

Die filmischen Werke von Andreas Bunte beschäftigen sich mit so unterschiedlichen Themen wie Landschaftsgärten, dem elektrischen Licht, der Züchtung künstlicher Diamanten, dem deutschen Terrorismus der 1970er Jahre oder rheinischen Kirchenbauten der Nachkriegszeit. In seinen Installationen und Filmen geht er der Frage nach, wie das Zusammenwirken von Architektur, Technologie und menschlichem Körper unterschiedliche physische und geistige Räume produziert.

Die Jahresgaben von Andreas Bunte umfassen Collagen, die auf Seiten aus Architekturmagazinen und Publikationen über Konstruktionstechniken basieren. Ergänzend beleben fett gedruckte Texte und einfache Farbfelder die einzelnen Arbeiten auf ästhetische Weise.

 

 

Kim Nekarda

ohne Tittel, 2013 – 2014

Aquarell auf Papier,

36  x 26 cm (Bildmaß)

4 Unikate

signiert, datiert,

exklusiv für den Kunstverein

850 Euro (gerahmt)

 

Ausstellungen (Auswahl)

2013

#l´oiseau présente … Die Mähne des Wildpferdes teilen, Ballhaus Ost. Berlin (G)

2012

Von einem Rätsel zum andern, Kunsthalle Lingen (E)
Es gibt eine andere Welt, aber sie ist in dieser, Galerie Marietta Clages, Köln (E)

2011

Starke Emergenz, Kunstraum Innsbruck (G)
Think about your troubles, Koffer, Berlin (E)
Field of Questions, Galerie Eva Winkeler, Köln (E)

2010

Think about your troubles, Atelierfrankfurt, Frankfurt am Main (E)

 

Kim Nekarda öffnet in seinen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion changierenden Bildern eines berühmten Fossils, einer Qualle oder anderer Unterwasserwesen sozusagen Fenster in eine „andere“ Welt. Hiermit verweist er auf größere Zusammenhänge, die jedoch genauso realer und diesseitiger Teil unseres Planeten sind, auch wenn wir sie oft nicht direkt sehen und nicht unmittelbar begreifen können. Er konfrontiert uns gewissermaßen mit unserer eigenen Blindheit derartigen Phänomenen gegenüber. Sie entführen nicht in eine übernatürliche, surreale Sphäre, sondern auf die wundersamen Eindrücke, die unsere Welt selbst zu bieten hat, die jedoch oft nur Fachleuten wie Paläontologen oder Meeresbiologen bekannt und zugänglich sind.
Seine Jahresgaben bestehen aus vier in Aquarell auf Papier entstandenen Arbeiten, die jeweils unterschiedliche Motive aus dem weiten Bereich der Unterwasserwelt zeigen.

 

Marieta Chirulescu

ohne Titel, 2014

C-Print auf Fuji Crystal Archive

Papier, 30,7 x 22 cm

3 Motive, jeweils Auflage 2,

Signiert, datiert, nummeriert,

1.300 Euro (gerahmt)

 

Ausstellungen (Auswahl)

2014  Marieta Chirulescu, Kunsthalle Lingen (E)
Attention Economy, Kunsthalle Wien (G)
Space Space, Museum Vasarely, Budapest (G)
2013 Ileana, Galerie Micky Schubert, Berlin (E)
Nur was nicht ist ist möglich, Malerei im Raum, Museum Folkwang, Essen (G)
Marieta Chirulescu, Meessen De Clercq, Brüssel (E)
2012 Marieta Chirulescu, Galleria Fonti, Neapel (E)
Alternative Entrance, Kunstbunker Nürnberg (G)
Minimal Myth, Museum Gojmans Van Beuningen, Rotterdam (G)
2011 Marieta Chirulescu, Kunstverein Nürnberg (E)
Ein psycho-geographischer Plan, Galerie Max Mayer, Düsseldorf (G)
2010 Marieta Chirulescu, Kunsthalle Basel (E)
Fade into You, Herald St, London (G)

Für ihre künstlerische Arbeit nutzt Marieta Chirulescu zwar analoge Techniken der Malerei wie Öl auf Leinwand, mit diesen kombiniert sie jedoch oft Bilder, die durch digitale Arbeitsweisen entstanden sind, wie kopierte oder auch gescannte Blätter. Oft arbeitet sie mit dem Prinzip der Wiederholung, indem sie ein gefundenes Motiv kopiert, es dann vergrößert und dann das entstandene Bild ausdruckt, es übermalt und das gewonnene Ergebnis wiederum einscannt, welches dann als Grundlage für ein weiteres Bild dient. Ihre Malerei steht in der Tradition selbstreflexiver Vorgehensweisen, denn Marieta Chirulescu hinterfragt über diese Ineinssetzung analoger und digitaler Techniken das Genre in seiner traditionellen Gültigkeit. Hierbei untersucht sie gleichzeitig den Einfluss digitaler Bildproduktion auf unseren Alltag.

Ihre Jahresgabe besteht aus drei gescannten Fotokopien mit drei unterschiedlichen Motiven, bei denen jeweils Handschuhe auf unterschiedliche Art und Weise in Erscheinung treten. IInsofoern wird das technische Verfahren, auf dem die Arbeit basiert durch die Anwesenheit eines Symbols der Distanz ergänzt, denn Hanschuhe werden ja immer auch zum Schutz eingesetzt.