Philosophie in der Kunsthalle

Schriftsteller, Sprachdenker, Protestant und mit einem Bein im Barock, mit dem andern in der Moderne: Johann Georg Hamann (1730 Königsberg – 1788 Münster), Dichter mehr als ordentlicher Philosoph und keiner der leicht verständlichen, sprachlich dafür umso faszinierenderen Autoren, war einer der engsten Freunde Immanuel Kants und zugleich sein schärfster Kritiker, zudem etwa auch Mentor Herders. Goethe nannte ihn „den hellsten Kopf seiner Zeit“, seine Zeitgenossen gaben ihm den Ehrentitel „der Magus in Norden“. Hamann war einer der Wichtigen, wenn auch einer breiten Leserschaft eher Unbekannteren, auf die sich die nichtrationalistische, die „andere Moderne“ berief, Sturm und Drang und Romantik und zahlreiche avancierte Schriftsteller bis in unsere Gegenwart hinein. Besonders spannend, für das 18. Jahrhundert zukunftsweisend und heute noch aktuell sind Hamanns Überlegungen zur Sprache.

 

Dr. Susanne Schulte, Geschäftsführerin der GWK und Germanistin, die in Münster, dem Ort, wo Hamann begraben und ein Großteil seines Nachlasses liegt, die Magus Tage Münster ins Leben gerufen hat (www.magus-tage.de), führt ins Denken und Schreiben des Magus in Norden ein.

 

Kosten 6 Euro, ermäßigt und für Mitglieder 4 Euro, Studierende frei!