documenta fifteen. Podiumsgespräch zur Gruppenausstellung in Kassel – Dienstag, 09. August 2022 um 19.30 Uhr

documenta fifteen. Podiumsgespräch zur Gruppenausstellung in Kassel mit Muriel Meyer (Künstlerische Leiterin des KV Grafschaft Bentheim in Neuenhaus), Thomas Niemeyer (Direktor der Städtischen Galerie Nordhorn) und Meike Behm (Direktorin der Kunsthalle Lingen)

Die documenta fifteen, kuratiert vom indonesischen Kollektiv Ruangrupa, folgt einem Konzept, bei dem die Form der Organisation eng mit der künstlerischen Ästhetik und den Inhalten verbunden ist. So ist eine außerordentlich vielfältige und herausfordernde Ausstellung entstanden, die an insgesamt 32 Orten in Kassel zu sehen ist, und die sich in ihrem Verlauf weiter verändern wird. Ruangrupa zeigt vor allem Kollektive aus Asien, Afrika, Süd- und Zentralamerika, die dringende Themen unserer Zeit wie Bildung, Nachhaltigkeit, Diversität und globale Krisen behandeln. Die documenta fifteen rückt weder Anklagen, abgeschlossene Abhandlungen noch rein museale Präsentationen in den Fokus, sondern Prozesse, Partizipationen und Dialoge. Bereits im Vorfeld wurden Vorwürfe gegen die Beteiligung von Künstler*innen erhoben, die im Verdacht des Antisemitismus standen. Seitdem die documenta (erst nach der Preview) das Banner „Peoples Justice“ (2002) des indonesischen Künstler*innenkollektivs Taring Padi mit eindeutig antisemitischem Bildvokabular präsentierte, ist eine Debatte um die Deutungshoheit der europäischen Geschichte gegenüber den Sichtweisen des globalen Südens und die Interpretation von Antisemitismus entbrannt. Am Dienstag, 09. August 2022 um 19.30 Uhr sprechen Muriel Meyer, Künstlerische Leiterin des Kunstvereins Grafschaft Bentheim, Thomas Niemeyer, Direktor der Städtischen Galerie Nordhorn und Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle Lingen über ihre Sicht auf die Ausstellung und auf die öffentliche Debatte. Kosten 6 Euro, 4 Euro ermäßigt und für Mitglieder des KV Lingen